Die Veränderung einer Katze im Laufe ihres Lebens.
Um fast alle Bedürfnisse des Katzenbabys kümmert sich die Katzenmutter. Ein Katzenbesitzer ist dabei nur als stiller Zuschauer geduldet. Aber schon nach ein paar Wochen wird auch der Tierbesitzer mit in die Pflicht genommen.
Die Mutter zeigt den Kleinen, wie man die Katzentoilette benutzt und was man so alles essen kann. Nach diesen ersten Wochen des Lernens werden die meisten Kätzchen von ihrer Mutter getrennt.
Sie bekommen neue Besitzer und ein neues Zuhause. Glücklich sind sie dann, wenn sie ein Geschwisterchen begleiten darf oder schon eine Katze vorhanden ist. Neugierig und aufgeweckt erkunden sie ihr neues Zuhause. Viele Gefahren lauern hier gerade auf kleine Kätzchen. Alles wird angeknabbert! Kein noch so schwierig zugängiges Plätzchen ist sicher!
Gardinen werden erklettert und Tapeten von den Wänden gefetzt, sobald nur ein kleines Fitzelchen irgendwo absteht! Alles kann so eine kleine Katze zum Spielen brauchen und langweilig wird es ihr so schnell nicht! Kippfenster werden erkundet! Dabei klemmen sie sich Pfoten und Schwanz ein und können sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Das kostet jedes Jahr vielen Katzen das Leben.
Auch beim Versuch, einen Schmetterling zu erhaschen, ist schon so manche Katze aus dem Fenster in den Tod gestürzt. Zimmerpflanzen werden angefressen! Giftige Exemplare sollten Sie bitte lieber vorsorglich entsorgen. Denn gerade da, wo eine kleine Katze nicht hin soll ist für sie unwiderstehlich und sie geht gerade deswegen daran.
Mit cirka einem halben bis einem dreiviertel Jahr wird das Kätzchen geschlechtsreif und verlangt lautstark nach einem Partner. Wenn sie keine jungen Katzen haben möchten, ist dies nun die beste Zeit das Tier kastrieren zu lassen.
(Es heißt übrigens in beiden Fällen Kastrieren denn es werden die Hoden beziehungsweise die Eierstöcke entfernt, um die Hormonproduktion zu stoppen.)
Nun ist Ihre Katze in den richtigen Flegeljahren. Stundenlang spielen, raufen, alles genauestens beobachten und auch mal in den spinnerten fünf Minuten verrückt durch die Wohnung zu rasen, dass nichts mehr heil bleibt, ist an der Tagesordnung. Rangeleien, um die Rangordnung in einer Wohngemeinschaft mit anderen Katzen festzulegen, können stattfinden.
Bis zum Alter von drei Jahren befindet sich der ganze Katzenkörper im Wachstum. Von mager, langgestreckt und dünn, über leicht pummelig bis hochbeinig, die Veränderungen können Sie einige Zeit beobachten. Auch das Gesichtchen verändert sich und aus dem Kätzchen mit dem Kindergesicht wird ein stattlicher Kater oder eine elegante Katzendame. Die Sprache verändert sich. Von den vielen leisen Gurrlauten und dem kräftigen Maunzen behält die Katze nur uns Menschen zuliebe einige Lautäußerungen in ihrem Repertoire.
Ausgewachsene Katzen untereinander kommunizieren mit wenigen Lauten.
(Ausgenommen sind manche Rassekatzen!)
Gerade jetzt müssen Sie viel Zeit mit Ihrer Katze verbringen denn sonst wird sie schnell zum gelangweilten stumpfsinnigen Stubentiger, oder sie geht als Freilaufkatze oft ihre eigenen Wege. In den nächsten Jahren wird Ihre Katze langsam ruhiger und genießt es auch stundenlang irgendwo in Ihrer Nähe (auf Ihrer Schoß) zu dösen und die Umgebung intensiver zu beobachten.
Die Rundgänge in der Nachbarschaft sind nicht mehr ganz so ausgedehnt und Sie werden sehnsüchtig nach der Arbeit erwartet. Sie dienen Ihrer Katze dann als Ruhekissen auf dem Sofa bevor es dann ab ins Bett geht.
Katzen bestehen dann sehr aufdringlich auf Schmusestunden und reagieren auf Veränderungen mit vielen kleinen Unarten. Im Alter von acht bis zehn Jahren wird Ihre Katze dann noch einmal merklich ruhiger und manchmal hat sie vielleicht keinen so guten Tag. Kleine Zipperlein und Gebrechen stellen sich langsam ein. Ruhe und Wärme genießt sie und Sie sollten ihr auch Ruhe gönnen.
Kinderlärm, ein sehr aktiver Haushalt mit viel Unruhe stören die Katze jetzt mehr als früher und Sie sollten darauf achten, dass die Katze in ihren Ruhephasen auch in Ruhe gelassen wird. Im Alter von vierzehn Jahren an aufwärts ist Ihre Katze dann schon wirklich alt. So wie bei einen alten Menschen können auch bei Ihrem Liebling Langzeiterkrankungen auftreten, die behandlungsbedürftig sind und eine andere Ernährung erforderlich machen. Die Katze kann dann auch nicht mehr so gut springen und ihre Kräfte lassen nach.
Erhöhte Plätze sollten Sie jetzt besser abbauen oder sehr viel leichter zugänglich machen um die Sturzgefahr zu minimieren. Wenn sich Ihre Katze dann aus dem Leben verabschiedt, hat sie hoffentlich dank obiger Tipps ein glückliches und katzenaufregendes Leben führen dürfen.
Die Tabelle unten zeigt ungefähr, wie alt eine Katze im Vergleich zum Menschen ist.
Vergleichstabelle des Alters zwischen Katze und Mensch
Alter Katze
(in Jahren) |
0,5 |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
9 |
10 |
12 |
14 |
16 |
17 |
20 |
|
Alter Mensch
(in Jahren)
|
10 |
18 |
28 |
31 |
41 |
48 |
48 |
52 |
58 |
60 |
60 |
68 |
78 |
82 |
90 |
100 |