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Kastration tut Not

Jetzt hat uns also doch die Flut der nicht mehr gewollten Katzen erreicht. In unserer letzten Ausgabe von Katze Aktuell berichtete ich noch, dass wir nicht all zu viele Katzen aufnehmen mussten. Dies hat sich mittlerweile jedoch schlagartig geändert. Täglich werden es mehr und viele sind noch jung. Einmal stellte man uns einfach mehrere Kätzchen im Karton vor unserem Gartentürchen ab, oder die Leute stehen unangemeldet mit den Katzen im Auto vor unserer Tür, meistens waren sie deshalb vorher bereits in anderen Tierheimen. Wenn Sie vorher anrufen würden, könnten sie die Katzen dort nicht unterbringen. Auch bei uns gibt es momentan eine lange Warteliste.
Kastration tut Not.
Im Jahr 2007 haben wir allein auf einer Futterstelle in Nürnberg 13 ausgewachsene, unkastrierte ca. einjährige Katzenweibchen eingefangen und kastriert - unvorstellbar was sonst daraus geworden wäre.
Dieses Jahr übernahmen wir aus einem einzigen Haushalt 6 Katzenmädchen - allerdings lebten dort über 20 Katzen wild durcheinander - alle wurden kastriert.
Momentan sind uns weitere 25 Katzen aus einem Haushalt zur Aufnahme avisiert.
Leider entledigen sich Jäger und auch Privatpersonen des Katzenüberschusses manchmal auch durch unsagbar grausame Methoden.
Kastration tut Not.
Vom Deutschen Tierschutzbund gibt es zu diesem Thema eine Broschüre  „Das Katzenelend“. Darin ist eine Statistik enthalten, die wir Ihnen gern ins Bewusstsein rücken möchten.
Nimmt man an, ein Katzenpaar bekommt im Jahr zweimal Kätzchen, jeweils drei Tiere pro Wurf, welche sich fremde Partner suchen, dann ergibt das nach nur ca. 2 Jahren schon 48 Kinder, nach zehn Jahren werden daraus unglaubliche  240 Millionen Kätzchen. Doch gerade bei warmen Wintern sind auch drei  Würfe mit zum Teil sechs bis acht Jungen möglich. Bei verwilderten Hauskatzen ist damit ihr Schicksal vorprogrammiert - verkommen und halb verhungert, geplagt von Flöhen und Würmern, mit dicken Bäuchen und doch total unterernährt - Katzenschnupfen, Katzenseuche, Augenkrankheiten vervollständigen das Elend. Das Leid nimmt auch bei den Wohnungskatzen ständig zu. Oftmals landen ganze Würfe nach ein paar Wochen im Tierheim oder gar im Mülleimer. Um konsequent Nachwuchs zu verhindern, sollten die Tiere bereits vor Beginn der Geschlechtsreife kastriert werden. Das Gerücht, eine Katze müsse einmal Junge gehabt haben, hält sich leider hartnäckig, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage.

Wenn Sie Ihre Katze kastrieren lassen möchten, können Sie sich an uns wenden.

 
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